Geh mir weg mit Gewaltfreier Kommunikation

Heute habe ich wieder zwei große Fragezeichen im Gesicht meines Gegenübers gesehen, als ich erzählte, dass ich Trainerin der „Gewaltfreien Kommunikation“ bin.

„Oh, das ist nichts für mich, „ich bin ja zum Glück nicht gewaltvoll“.

Das glaube ich sofort, denn scheinbar ergibt sich daraus der Umkehrschluß, das mit GEWALT kommuniziert wird?
Wer mag das für sich zugeben, kein Wunder, dass alleine der Name abschreckt.

Ich wage einen Erklärungsversuch für den sperrigen Begriff, der auf die Biografie des Gründers der Gewaltfreien Kommunikation, Marshall Rosenberg, zurückführt.

Marshall Rosenberg

Marshall Rosenberg wuchs in den 60-er Jahren in einer jüdischen Familie inmitten eines Schwarzenviertels in Detroit, USA auf und wurde Opfer, als auch Zeuge von rassistischen Übergriffen, Raub, Mord und Plünderungen, also purer Gewalt.

Nur sein Onkel, der als Apotheker im angrenzenden Viertel wohnte, entging all den gewalttätigen Auseinandersetzungen und seine Apotheke glich einer Insel inmitten der Gewalt.
Marshall fragte sich, warum dies so sei und kam zu der Antwort, dass sein Onkel jedem Menschen wohlwollend und voller Mitgefühl begegnete.

Gewaltfreie Kommunikation

Dies veranlasste ihn die Gewaltfreie Kommunikation – eine Sprache der Verbindung und des Herzens zu entwickeln.

Eine Kommunikation, die es erlaubt, sich trotz unterschiedlicher Meinungen wohlwollend und voller Respekt mit dem Gegenüber auszutauschen, um gemeinsam Lösungen zu finden, zu der alle Beteiligten ohne Zähneknirschen JA sagen können.

Ich erlebe es immer wieder und dann sehe ich in in freudestrahlende, erleichterte und glückliche Gesichter.

Es lohnt sich also, den Begriff der Gewaltfreien Kommunikation zu erklären und am besten eigene Erfahrungen damit zu machen.