Bunte Vielfalt – aber wie?

Am 20.05. des Jahres ist Weltbienentag.
Einerseits ist es schön, dass die Biene solch eine Bedeutung erlangen konnte, um einen eigenen Tag gewidmet zu bekommen.
Gleichzeitig hat es für mich einen traurigen Beigeschmack. Denn die Bienen, als auch viele andere Arten verschwinden. Wir haben heute 50% weniger Insekten als 2005.
Das ist alarmierend und frustrierend.

Habichtskraut
Orangerotes Habichtskraut - erfreut nicht nur das Auge, sondern auch die Gesundheit

Gleichwohl hilft es nicht zu jammern, die Schuld bei den Landwirten zu parken und sie alleinig für die Misere verantwortlich zu machen.
Jeder kann etwas tun.
Mit einer eigenen Handlung im Kleinen, denn auch hier zeigt jeder Beitrag seine Wirkung. Vielleicht auf dem Balkon, mit insektenfreundlichen Anpflanzungen im Balkonkasten.

Im eigenen Garten sind der Vielfalt keine Grenzen gesetzt.
So mähe ich in meinem Garten nur noch einen Laufkorridor. Die Wiese wird nicht mehr gemäht. Nun, im zweiten Jahr, setzt sich Vielfalt durch. Es summt und brummt, es krabbelt und fliegt. Ich werde mit bunten Blumen wie Wiesenschaumkraut, kriechender Günsel, Habichtskraut, Margeriten, Lupinen, Akeleien belohnt. Ich kann mir sicher sein, dass meine neuen „Mieter“ die idealen Standortbedingungen gefunden haben, sonst wären sie ja nicht hier.

Margerite
Pinselkäfer auf blühender Margerite

Mein zeitaufwändiges Hegen und Pflegen von gepäppelten Pflanzen hat damit ein Ende. Den Zeitgewinn verbringe ich im Gartenstuhl. Immer dabei, meine Fotokamera.
So bin ich überrascht, das der unliebsame Giersch von den Bienen mit Heißhunger angeflogen wird. Ein Grund mehr, das meist ungeliebte “Unkraut” stehen und blühen zu lassen.
Insektenfreude. Sie alle scheinen sich zu einer großen Party in meinem Garten verabredet zu haben… ich sage Herzlich Willkommen!

Blühender Giersch